Von Volker Seifert

Arthur Schopenhauers Mitleidsethik basiert auf der Annahme, dass moralisches Handeln aus einem unmittelbaren Mitgefühl mit dem Leid anderer entspringt. Er sieht Mitleid als die einzige wahre moralische Triebkraft, die den Egoismus überwindet und zur Gerechtigkeit sowie zur tätigen Nächstenliebe führt. Doch diese Ethik ist nicht ohne Kritik.

Von Volker Seifert

Gert G. von Harlings Buch „Von Jägern und Gejagten“ bietet weit mehr als eine einfache Erzählung aus dem Jagdmilieu. Es verbindet kriminalistische Spannung mit tiefgehenden Reflexionen über die Veränderungen in der Jagdkultur und lädt den Leser zu einer nachdenklichen Reise ein.

Von Julia M. Priller und Wendelin H. Priller

Auszug aus: Julia M. Priller und Wendelin H. Priller: Die Jagd der Fürstäbte und Fürstbischöfe von Fulda im 18. Jahrhundert. Ein Beitrag zur barocken Jagd- und Forstgeschichte. ( = 74. Veröffentlichung des Fuldaer Geschichtsvereins). Parzellers Buchverlag 2018, S. 30ff.

Von Volker Seifert

Dieter Stahmanns Buch "Mythos Jagd: Was ist Jagd und warum jagt der Mensch?" erschien 2024 im NWM-Verlag. Auf 76 Seiten setzt sich der Autor essayistisch mit der tief verwurzelten Beziehung des Menschen zur Jagd auseinander und beleuchtet sie aus verschiedenen Perspektiven.

Von Volker Seifert

1. Einleitung

Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) gilt als einer der bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts, dessen Denken stark von Immanuel Kant und der indischen Philosophie beeinflusst wurde. Besonders seine metaphysische Konzeption des Willens und seine Ethik des Mitleids haben weitreichende Implikationen für das Naturverständnis und die moralische Bewertung der Jagd. In dieser Abhandlung wird zunächst Schopenhauers Naturbegriff erörtert, seine Mitleidsethik dargestellt und daraufhin untersucht, welche Konsequenzen diese für die Praxis der Jagd haben.

seite1

Von Volker Seifert

Wolfgang Lipps hat mit Die kürzeste Geschichte der deutschen Jagd ein Fachbuch vorgelegt, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch mit humorvollen Seitenhieben und pointierten Beobachtungen gespickt ist. Hier wird Jagdgeschichte nicht als dröge Abfolge von Jahreszahlen und Verordnungen präsentiert, sondern als eine amüsante Pirsch durch die Jahrtausende – mit feiner Ironie und scharfem Blick für Absurditäten.

Von Christoph Boll

Mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April werden die meisten Jagdreviere verpachtet bleiben. Gelegentlich aber fragen sich Grundeigentümer als Inhaber des Jagdrechts, ob es für sie besser ist, die Jagd in eigener Regie zu halten.

Grundeigentümer und Waldbesitzer halten die Möglichkeit zur eigenen Ausübung des Jagdrechts offensichtlich zunehmend für besser, um die Jagdausübung in eigener Hand oder Regie zu behalten. Besser meint hier in aller Regel beutereicher. Das zielt dabei in erster Linie auf Reh und Hirsch. Hintergrund solcher Überlegungen zur Eigenbewirtschaftung in einer sogenannten Regiejagd sind fast immer Klagen über einen zu hohen Verbiss junger Bäume. Hinzu kommt der in einigen Regionen massive Anbau nachwachsender Rohstoffe und Energiepflanzen wie Mais. Er erhöht das Risiko von Wildschäden besonders durch Sauen massiv.

Von Volker Seifert

Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg (Preußen); † 12. Februar 1804 ebenda) entwickelte einen philosophischen Naturbegriff, der sowohl in seiner theoretischen als auch praktischen Philosophie eine zentrale Rolle spielt. Während er in der „Kritik der reinen Vernunft“ (1781/1787) die Natur als einen Bereich der Kausalität beschreibt, entwickelt er in der „Kritik der Urteilskraft“ (1790) eine differenziertere Auffassung, in der die Natur nicht nur als mechanisches System verstanden wird, sondern auch als zweckmäßige Ordnung. Die Anwendung dieses Naturbegriffs auf die Jagd wirft spannende ethische und philosophische Fragen auf.

Von Volker Seifert

Zwischen den Zweigen,
ein Aufblitzen von Rot,
ein Schimmer im Laub.
Der Park erwacht,
und sie sind schon da,
kleine, flüchtige Schatten,
die den Rand des Morgens bewohnen.

Von Volker Seifert

José Ortega y Gasset (1883–1955) gilt als einflussreicher Denker der spanischen Philosophie, doch seine philosophische Bedeutung ist begrenzt. Seine Werke, insbesondere Der Aufstand der Massen, sind eher kulturkritische Essays als systematische Philosophie. Ortega y Gasset bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Philosophie, Soziologie und Journalismus, ohne in einer dieser Disziplinen tief genug zu graben, um wirklich bahnbrechend zu sein.

Von Wildmeister Dieter Bertram

Das Ende eines kleinen Gedichtbandes von Wildmeister Dieter Kromschröder schließt mit der folgenden, nachdenklichen Satire, in Umwandlung eines bekannten Jägerliedes:

Ich schieß den Hirsch am Futter tot,
sogar im tiefsten Schnee,
das Kahlwild in der größten Not,
vom Kitze weg das Reh.

Von Volker Seifert

Die Verbindung zwischen Nikolaus von Kues (Cusanus) (1401-1464) und der Jagd mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, da der große Denker der Renaissance primär als Theologe, Philosoph und Mathematiker bekannt ist. Doch bei näherer Betrachtung offenbart sich, dass zentrale Aspekte seiner Philosophie – insbesondere seine Vorstellungen von der coincidentia oppositorum (dem Zusammenfall der Gegensätze) und die Idee des menschlichen Strebens nach Erkenntnis – überraschend gut in den Kontext der Jagd eingebettet werden können. Die Jagd, verstanden als eine existenzielle Praxis und als symbolischer Akt, lässt sich als ein Spiegel für Cusanus' philosophische Kernideen deuten.

Von Joachim Orbach

Waidgerechtigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Jagdkultur und daher müssen wir als Jäger auch immer gegenüber unserem Wild waidgerecht handeln, wenn wir nicht unsere Akzeptanz als Jäger verspielen wollen.

Zu diesem waidgerechten handeln gehört unverzichtbar die Nachsuche auf alles kranke Wild. Die Nachsuche auf krankes Niederwild ( Ausnahme Rehwild ) erfolgt überwiegend mit dem Verlorenbringer und auf alles kranke Schalenwild mit dem Schweißhund oder einem anderen für die Nachsuche geeigneten und geprüften Jagdhund. Es werden daher auch berechtigt entsprechende Anforderungen an die Hunde bzw. Gespanne gestellt. Die Nachsuche auf krankes Wild ( ob auf Ente oder Hirsch ) mit ungeeigneten Hunden ist Schund und auch nicht mit dem Tierschutz und dem Jagdgesetz vereinbar.

Von Volker Seifert

In der Reihe 'Schmuck-Trophäe-Dekoration' nimmt Rainer Schmidt-Arkebek einen jahrtausendealten Dialog in Wort und Bild wieder auf.

Diese dankenswerte Wiederaufnahme hat mich zu folgenden Betrachtungen inspiriert.

Die Grotte des Trois-Frères

In der Dunkelheit der Höhle,
wo das Licht nur zögernd tanzt,
liegt die alte Welt begraben,
doch spricht sie, flüstert,
aus Linien, Kratzern,
aus Farben,
die mit Händen und Herzen
gesetzt wurden.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die bis zu 30.000 Jahre alte steinzeitliche Kunst der Cro Magnon Jäger im Umkreis der frankokantabrischen Höhlenkunst in Kombination mit meiner Malerei, einem Jägerkünstler der Gegenwart.

Wie Generationen um Generationen vor uns sind auch wir Menschen heutzutage auf der Suche nach Wertschätzung und nach der Möglichkeit das Gelebte, d.h. die gelebte Zeit zu fixieren. Brauchen wir, wie die Jäger der Urzeit, eine Erinnerung im Sinne einer Trophäe und schaffen wir uns damit eine Bekundung unserer vermeintlichen Kraft oder Stärke?

Mir als Maler ist es möglich, Gelebtes und Erlebtes im Bilde festzuhalten.
Mit etwas Glück vielleicht auch für die Betrachter nachfolgender Generationen. Ganz sicher werden diese ein anderes Leben führen. Wie werden sich die Welt und das Lebensumfeld für die Menschen in der Zukunft verändert haben? Wie werden sie jagen oder werden sie noch jagen können?

Die Antworten bleiben offen.

 

Von Volker Seifert

„Die Sprache ist das Haus des Seins. In ihrer Behausung wohnt der Mensch. Die Denkenden und Dichtenden sind die Wächter dieser Behausung. Ihr Wachen ist das Vollbringen der Offenbarkeit des Seins, insofern sie diese durch ihr Sagen zur Sprache bringen und in der Sprache aufbewahren.“ (M. Heidegger: Brief über den >Humaismus<, 1947)

Die Verbindung zwischen Heideggers Daseinsbegriff in seinem Werk "Sein und Zeit" von 1927 und der Praxis der Jagd mag auf den ersten Blick nicht unmittelbar einleuchten, doch in einer tieferen philosophischen Betrachtung offenbart sich eine interessante Schnittstelle. Heideggers Dasein, das er als das „Sein des Menschen“ beschreibt, ist nicht ein isoliertes, bloßes Existieren, sondern ein In-der-Welt-Sein, das untrennbar mit seiner Umgebung, seinen Beziehungen und seiner Geschichte verbunden ist. Diese Grundstruktur des Daseins als ein „wirdendes“ und „gewordenes“ Wesen, das ständig in die Welt hineinwirkt und von ihr beeinflusst wird, lässt sich in einer gewissen Weise auf die Jagd übertragen. Die Jagd als Praxis, die den Jäger in unmittelbare Beziehung zur Natur und zum Wild stellt, reflektiert Aspekte des Daseins, die mit der Welt und ihrem Sein verbunden sind.

Von Volker Seifert

Die Jagd in Mitteleuropa ist ein Thema, das sowohl emotionale als auch intellektuelle Spannungen erzeugt. Sie wird als uralte Praxis geschätzt und verachtet, als Teil der Kulturgeschichte und gleichzeitig als umstrittene Aktivität im Kontext moderner Naturschutzbestrebungen. Der Wert der Jagd für den Naturschutz ist daher eine vielschichtige Frage, die nicht nur biologische und ökologische, sondern auch ethische und soziale Dimensionen umfasst.

Dr. Bertram Georgii

Bis ins letzte Jahrhundert war die Sicht auf Tiere eine rein anthropozentrische. Zu verlockend für unseren Umgang mit Natur klang die Genesis 1,28 (der Lutherübersetzung zufolge): „Macht euch die Erde untertan und herrschet über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels, über das Vieh und alles Getier, das auf Erden kriecht“ - hier der Mensch als Krone der Schöpfung, dort das Tier als unbegrenzt nutzbare bloße Ressource.
Ein fatales Missverständnis! Aber tempi passati. Wie sieht es mit dem Verhältnis Mensch-Tier nach heutiger Auffassung aus? Hier der Versuch einer Antwort aus Sicht der Tierethik.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die zunehmende Zahl der Menschen, die Expansion vor allem der Europäer in der Welt und nicht zuletzt die globale Industriealisierung sind die Ursache eines bis dahin nicht gekannten, menschengemachten Artensterbens.

Eines der jüngeren Beispiele ist die Ausrottung des flugunfähigen Riesenalken der Nordhalbkugel. Dieser Vogel wurde wegen seines Fleisches als Nahrung und auch wegen seines Fettes zur Trangewinnung abgeschlachtet und „verheizt“.

Die letzte verlässliche Sichtung dieser Art erfolgte im Jahr 1852.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die von Testosteron/Schüben gesteuerten männlichen Protagonisten setzen sich artspezifisch mit ihrem Federschmuck, ihrem Gesang und ihren Waffen vor den begehrlichen Blicken der weiblichen Objekte der Begierde in Szene, So mancher Vogel muss bei dem Balzkampf um das Paarungsvorrecht gegen seine Rivalen und Mitstreiter Federn lassen.

 

Von Volker Seifert

Die Tür schließt leise, ein Atem im Frost,
hinter ihm Gläser, das Echo von Lachen.
Die Nacht noch betrunken, die Worte ein Trost,
doch hier draußen beginnt das Erwachen.

Von Wildmeister Dieter Bertram

Die Kinderwünsche und die der Erwachsenen auf eine weiße Weihnacht hatten sich erfüllt. Lange vor dem kalendarischen Winteranfang lag eine geschlossene Schneedecke im Sauerland.
Mein Lehrling und ich kamen seit Wochen gern unserer Pflicht als Heger nach, über den Hermann Löns ein kleines Gedicht geschrieben hat:

Von Volker Seifert

Heinz Staudingers „Goethe auf dem Strohsack“ ist eine ungewöhnliche, geradezu subversive Annäherung an den Titanen der deutschen Klassik. Was auf den ersten Blick wie ein akademischer Versuch anmutet, den Dichterfürsten von seinem Marmorsockel zu holen, entpuppt sich als liebevoll ironisches Porträt eines Menschen, dessen Alltagsleben und inneren Widersprüche uns näher sind, als wir zugeben wollen.

Von Erich Henn †

Was Jagdlyrik wollen kann
Die deutsche Jagdlyrik füllt keine Bände. Sie überzeugt nur als Lied und Volkslied. Höhepunkte dieser Liedlyrik sind die Arien und Chöre des „Freischütz“. Aber Max war ein Faust der Romantik, und der Hobel der Epochen ging über ihn und seine Zeit hinweg. Überall stoßen wir heutigen Jäger schon lange an Reviergrenzen, und mittlerweile müssen wir uns in Deutschland mit Restnatur begnügen.

Von Volker Seifert

Der Herbst spricht.
Blätter fallen, ein Schweigen der Bäume,
die Zeit, sich zu lichten,
im Wind das Sein enthüllt.

Von Christoph Boll

Eine Studie zeigt alarmierende Trends: Jagd verliert an Tiefe, Wissen und Engagement. Immer weniger Jäger sehen darin eine Lebensaufgabe – stattdessen wird Jagd zunehmend zum Hobby

Um die Zukunft von Jagd und Jägern ist es nicht gut bestellt. Zu diesem Ergebnis kam der Soziologe Prof. Dr. Werner Beutelmeyer in einer Untersuchung 2011. Darin beleuchtete der Leiter des renommierten Marktforschungsunternehmens Market Institut in Linz und Lehrbeauftragte an den Universitäten Innsbruck, Salzburg und Linz die Entwicklung der nächsten beiden Jahrzehnte. Nach mehr als der Hälfte der Zeit hat er seine Prognosen überprüft. Die Ergebnisse damals ließen aufhorchen und führten zu Diskussionen unter Jagdfunktionären. Die jetzigen Resultate geben dazu noch viel mehr Anlass. Denn unter dem Strich kommt dabei heraus, dass das Handwerk immer mehr verflacht und die Jagd zu einem Freizeitvergnügen, einem Outdoor-Event, verkommt.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die Evolution hat eine wunderbare schier atemberaubende Vielfalt an Formen und Farben entstehen lassen. Ergänzt werden diese optischen Attribute durch die unterschiedlichsten und differenziertesten Gesänge und Verhaltensweisen der männlichen Vögel. Nester werden den Weibchen offeriert, oft kunstvoll gebaut, mit farbigen Steinen geschmückt, Zur Paarungszeit erfüllt ein Singen und Klingen die Welt. Während der Balz dient der zur Schau gestellte Federschmuck der Selbstdarstellung des werbenden männlichen Vogels bei dem Kampf um das Paarungsvorrecht, das bei der Wahl der Hennen von entscheidender Bedeutung ist. Die jüngeren Rivalen bleiben wegen ihrer noch nicht ausgereiften Federn und Waffen, den Krallen, Schnäbeln und Sporen, chancenlos.

 

Nationalerbe-Baum, Teil 7

Von Volker Seifert

Der Lindenveteran steht auf einer Anhöhe zwischen anderen Bäumen inmitten eines Areals mit 34 Weinkellern - es handelt sich um eine der 5 stärksten Winter-Linden in Deutschland. Das Alter wird geschätzt auf 400-450 Jahre. Nationalerbe-Baum seit dem 3.10.2024

 

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die Kopfwaffen der Geweih– und Hornträger haben bei der Selbstdarstellung und dem Imponiergehabe der Kämpfer eine große Bedeutung sowohl gegenüber den Gegnern aber auch für das weibliche Wild. Verlässt der schwächere Kontrahent danach nicht den Brunft– und Kampfplatz und stellt sich einem Kampf, so kann dieser durchaus blutig und tödlich für einen der Recken enden.

 

Von Joachim Orbach

Der Verein Wildes Bayern e.V. kann als Mitgliedsverein des Steinfelder Kreis zwei sensationelle Gerichtserfolge vor dem Österreichischen Verwaltungsgerichtshof ( VwGH ) und dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erzielen. Hierzu kann man den Verein, aber insbesondere auch Frau Dr. Christine Miller beglückwünschen.

Von Gert G. von Harling

Ein Jagdfreund erzählte, dass er morgens im Bett als erstes die Todesanzeigen in der Tageszeitung liest. „Erst wenn ich dort meinen Namen nicht finde“, schmunzelte er, „stehe ich auf.“ Auch ich beschäftige mich zunehmend mit dem Älter werden. Ich fühle mich längst nicht zum alten Eisen gehörig, werde allerdings mitunter daran erinnert, dass ich nicht mehr zu den Jungen zähle.

Von Volker Seifert

Sprache ist weit mehr als ein Mittel zur Kommunikation; sie ist die Grundlage jeder Kultur und zugleich deren Ausdruck. Ohne Sprache wäre menschliches Zusammenleben in der Form, wie wir es kennen, nicht denkbar. Sie dient nicht nur dem Austausch von Informationen, sondern formt auch das Denken, prägt das soziale Miteinander und transportiert die Werte und Traditionen einer Gemeinschaft.

Von Volker Seifert

Manche Jäger haben sie noch in ihrem Waffenschrank, doch heutzutage dient sie meist nur noch für gelegentliche Besuche auf dem Schießstand. Für die Jagd spielt sie kaum noch eine Rolle. Gemeint ist die alte .22 lfB-Patrone, die bereits 1887 auf den Markt kam und immer noch eine große Beliebtheit bei Sportschützen genießt. Das zeigt sich auch in den Produktionszahlen: Jährlich werden rund 2,5 Milliarden dieser Patronen gefertigt – und anscheinend auch fleißig verschossen.

Von Gert G. von Harling

Allah zählt die Tage nicht, die wir auf der Jagd verbringen.

Altes arabisches Sprichwort

Jeder Mensch hat 24 Stunden Zeit, jeden Tag. In der Woche sind das 168 Stunden, im Jahr genau 8.760. Tag für Tag steht jedem Menschen dieselbe Menge an Zeit zur Verfügung. Zeit ist vergänglich. Die Zeit von gestern ist unwiederbringlich vergangen, die von morgen ist unser Kapital, mit dem wir wuchern können und sollten, auch wir Jäger, denn unsere Passion erfordert nicht nur Erfahrung und Geduld, sondern vor allem sehr, sehr viel Zeit und Entbehrungen.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die männlichen Protagonisten der Brunft sind Testosteron gesteuert zur Höchstleistung im Laufe des Jahreszyklus gezwungen. Dabei das Alter, die Stärke, Kraft und Ausdauer entscheidende Indikatoren, um bei dem Kampf um das Paarungsvorrecht gegen die jüngeren und schwächeren Rivalen den Sieg und damit den Erfolg zu erringen.

 

Von Gert G. von Harling

Meine Gebirgsschweißhündin Diva machte ihrem Namen alle Ehre. Waren andere Hunde in der Nähe, ging es um Toben und Schmusen, benahm sie sich wie die sprichwörtliche Primadonna. Die Allüren waren allerdings vergessen, sobald ich den Schweißriemen in der Hand hatte. Dann überwog die Jagdpassion der Hündin. Ob Rot- oder Schwarz-, Reh- oder Raubwild, selbst auf der kranken Hasenspur arbeitete sie zuverlässig und hat sogar Suchen von geflügelten Fasanen und Gänsen erfolgreich beendet. Dass meine Hündin sich erst ab einem Kronenzwölfer bitten lassen würde, wie ein Freund behauptet, grenzt also an üble Nachrede.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Im Laufe der Evolution haben sich die unterschiedlichsten Geweihformen, Stirnwaffen der

Cerviden oder Geweihträger und die Stirnwaffen der Boviden oder Hornträger in aller Welt entwickelt.

Von Christoph Boll

Von der Antike bis zur Urbanisierung, von der höfischen Angelegenheit zu aktuellen gesellschaftlichen Konflikten: Jagd und Jäger, Wild und Wald im Spiegel der Literatur im jeweiligen Zeitgeist und der Wirklichkeit. Eine Serie für natur+mensch.

Von Dr. Georg Urban

Vortrag gehalten vor dem Rotary Club, Hamburg

Vortrag: Jagdethik – kontrovers

  • Freude über und Dank für die Gelegenheit hier vortragen zu können.
  • Mein Thema fügt sich ein in das Oberthema NATUR – GEWALT – MENSCH, (in beiden Richtungen zu lesen). Es ist gerade für Großstädter von zunehmender Relevanz: Umweltpolitik steht im Wettstreit um unsere Aufmerksamkeit und um unsere Budgets gegenüber Themen wie ENERGIE, SICHERHEIT, WIRTSCHAFTSKRAFT.
  • Aber auch für den Einzelnen, gerade für einen Jäger, kann es hohen Stellenwert haben: anerkennende aber auch kritische Sicht auf ihn in Familie und Gesellschaft, sein kostspieliges freiwilliges Engagement, sein manchmal als arrogant gesehenes Verhalten…

Von Joachim Orbach

Bekanntlich stellen unsere Vorstehhunde - wie u.a. der Deutsch Drahthaar - den größten Anteil der im Jagdbetrieb geführten Jagdhunderassen und das hat mit Sicherheit auch was mit der Entwicklung des Jagdgebrauchshundwesen und der vielseitigsten Verwendung dieser Hunde zu tun. Sie werden bekanntlich daher auch als Vollgebrauchshunde bezeichnet.

Von Christoph Boll

Von der Antike bis zur Urbanisierung, von der höfischen Angelegenheit zu aktuellen gesellschaftlichen Konflikten: Jagd und Jäger, Wild und Wald im Spiegel der Literatur im jeweiligen Zeitgeist und der Wirklichkeit. Eine Serie für natur+mensch.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Der Mensch, gleich ob Mann oder Frau, liebte es schon vor Jahrtausenden und das bis zum heutigen Tag, sich zu schmücken.

Der für das Paarungsvorrecht eingesetzte Federschmuck der Vögel half den Menschen sich „herauszuputzen“ oder aufzuwerten. Unzählige Beispiele der Kulturen dieser Welt, ob vergangen oder bestehend, legen Zeugnis darüber ab und sind unserem geistigen Auge abrufbar.

Von Volker Seifert

In eine Youtube-Beitrag beantwortet der Wildökologe Prof. Dr. Sven Herzog einige Fragen zur Jagd und jagdlichen Ethik. Er beleuchtet dabei die Verantwortung des Jägers gegenüber Natur, Tierwelt und Gesellschaft.

Von Christoph Boll

Von der Antike bis zur Urbanisierung, von der höfischen Angelegenheit zu aktuellen gesellschaftlichen Konflikten: Jagd und Jäger, Wild und Wald im Spiegel der Literatur im jeweiligen Zeitgeist und der Wirklichkeit. Eine Serie für natur+mensch.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die Stirnwaffen der Geweih- und Hornträger sind und waren in allen vergangenen und auch heute existierenden Kulturen Schmuck, Trophäe, Werkstoff und Accessoire der Jäger. Den lebenden Trägern sind und waren sie unabdingbare Voraussetzung im Kampf um das Paarungsvorrecht. Das Erscheinungsbild der Trophäe vermittelt dem Betrachter physische Stärke, Kraft und Überlegenheit bis über den Tod des Tieres hinaus.

Von Christoph Boll

Von der Antike bis zur Urbanisierung, von der höfischen Angelegenheit zu aktuellen gesellschaftlichen Konflikten. Jagd und Jäger, Wild und Wald im Spiegel der Literatur im jeweiligen Zeitgeist und der Wirklichkeit. Eine Serie für natur+mensch.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Es geht sowohl dem Menschen als auch dem Tier bei der Status-Bekundung hauptsächlich um die Darstellung, Zurschaustellung oder „Vermarktung“ seiner selbst. Die artspezifischen Waffen dienen dem erfolgreichen Erscheinungsbild und dem Jäger sind sie Trophäe seit Jahrzehntausenden, die auch kultische Bedeutung erlangen kann.

Nationalerbe-Baum, Teil 6

Von Volker Seifert

ca. 600-800 Jahre alte Sommer-Linde ((Tilia platyphyllos), wurde im Oktober 2019 zum ersten Nationalerbe-Baum erklärt.

Die Riesenlinde zu Heede, auch Dicke Linde und Tausendjährige Linde genannt, ist ein geschütztes Naturdenkmal in Heede, einer Gemeinde in der Samtgemeinde Dörpen im niedersächsischen Landkreis Emsland.

Sie gilt als die größte Linde Europas.

Von Joachim Orbach

43. Verbandsschweißprüfung ( VSwP ) “Bergisches Land “

Am 10. Aug. 2024 wurde die 43. VSwP “Bergisches Land” vom JGV “Oberbergischer Jäger” e.V. im Auftrag der “Bergischen Arbeitsgemeinschaft Schweiß” mit 5 gemeldeten Hunden auf der 20-Stunden-Fährte ( geprüft wurden 5 Hunde ) ausgerichtet.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Nichts ist ewig. Alles ist endlich. Und wir alle kennen das Gesetz des „Fressens und Gefressen- Werdens“. Wir Menschen legen angesichts dieser Tatsache und der Endlichkeit allen Seins Wert auf ein Andenken – ob es eine Art der Dekoration, eine Trophäe, eine Abbildung oder was auch immer sein mag. Es soll etwas hinterlassen werden, was einen Augenblick oder einen Zeitabschnitt betrifft bzw. ausmacht, mag es ein Tagebuch sein oder ein Foto. Menschen und Tiere sind „Fresser“ bzw. Jäger. Mag auch der Fisch oder das Hähnchen heute aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt kommen, so sind die menschlichen Lebensbedingungen – direkt oder indirekt – doch oft noch die eines Jägers.

Von Joachim Orbach und Volker Seifert

Seit Jahrzehnten werden innerhalb der Jägerschaft die Verschlechterung der Jagdmöglichkeiten, wenn nicht beklagt, so doch zumindest festgestellt. Neben der schwindenden gesellschaftlichen Akzeptanz der Jagd und der daraus resultierenden ständigen Verschlechterung der gesetzlichen Bestimmungen, die den jagdlichen Handlungsraum beschränken, wird eine großräumige Verschlechterung der Revierverhältnisse bemerkt.

Von Wildmeister Dieter Bertram

Wer wir sind - woher wir kommen.

Der Verein Hirschgerechter Jäger wurde 1949 von Persönlichkeiten aus dem Bereich der Jagd gegründet und war damit Nachfolger des 1904 in Aachen gegründeten Verein Hirschgerechter Eifeljäger. Nicht nur aus den Ländern der Bundesrepublik, sondern auch aus dem benachbarten Österreich, aus Belgien und den Niederlanden traten gleichgesinnte dem Verein Hirschgerechter Jäger bei. Ziel war der Zusammenschluss von Freunden des Rotwildes - mit und ohne Jagdschein - mit dem gemeinsamen Ziel, alle Anstrengungen zur Erhaltung dieser Wildart zu unternehmen.

Von Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Die Luft hat schlafen sich gelegt,
Behaglich in das Moos gestreckt,
Kein Rispeln*, das die Kräuter regt,
Kein Seufzer, der die Halme weckt.

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In diesem Teil des geschichtlichen Rückblicks auf die Entstehung und den Werdegang des St. Hubertus wird vor allem auf die Veränderungen der Gesellschaft hinsichtlich der Einstellung und der Bewertung der Trophäen eingegangen.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

„Der Pirschjäger“, ein Selbstporträt.

Die Krone der Jagd, die Pirsch mit der Büchse auf das Schalenwild, war meine Passion. In der Stand-Pirsch versucht der Jäger nahezu unsichtbar zu sein, um von dem Wild nicht wahrgenommen zu werden. Die uns evolutiv verbliebenen rudimentären Sinne, wie das Sehen, Hören, Riechen und Tasten werden beansprucht. Der Jäger muss versuchen, sich des instinktiven Verhaltens des immer gejagten Wildes anzupassen, sich vorzustellen, wie sich das Wild verhalten könnte bzw. würde.

Von Joachim Orbach

Wenn es um Natur und Umwelt geht, fühlen sich fast alle Parteien angesprochen. Stichworte sind denn hier oftmals die Verarmung von Flora und Fauna in ihrer Artenvielfalt, weil Lebensräume immer intensiver durch Menschen genutzt worden sind oder gänzlich ausgelöscht wurden. Hier

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In diesem Teil des geschichtlichen Rückblicks auf die Entstehung und den Werdegang des St. Hubertus wird vor allem auf die Veränderungen der Gesellschaft hinsichtlich der Einstellung und der Bewertung der Trophäen eingegangen.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Jagdunfall mit tödlichem Ausgang?

So könnte die Malerei in der Höhle Lascaux, Südfrankreich, gedeutet werden.

Das Alter des Kunstwerkes beträgt ca. 15.000 bis 12.000 Jahre v. Chr.

Es zeigt einen waidwunden Wisent, einen erstarrten Menschen und einen Vogel, der als Sinnbild für die Seele des getöteten Jägers gedeutet werden könnte.

Von Volker Seifert

Sammeln der Jäger - auf der Suche nach der jagdlichen Moral

Auf Initiative von Wildmeister Dieter Bertram trafen sich im April 2022 über 80 Jäger und Naturschützer, darunter Vertreter von zehn Jagd- und Naturschutzorganisationen (darunter: Bund Deutscher Berufsjäger, Deutsche Gesellschaft José Ortega y Gasset, Deutscher Tierschutzbund LVB Bayern, Forum lebendige Jagdkultur, Gesellschaft zur Erhaltung der Raufußhühner (GERA), Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen, Landesjagd-verband Rheinland-Pfalz,Stifterverband für Jagdwissenschaften,Verein Hirsch-gerechter Jäger, Wildhüter – St. Hubertus) aus dem deutschsprachigen Raum im Kloster Steinfeld in der Eifel.

Von Wildmeister Dieter Bertram

50 Jahre hat er das Gemeinderevier betreut, hier wurde er geboren. Sein Lebensraum, 80 Jahre lang, war nur durch die Kriegereignisse unterbrochen.

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In diesem Teil des geschichtlichen Rückblicks auf die Entstehung und den Werdegang des St. Hubertus zeigt uns der Autor die Veränderungen der Gesellschaft zur Jagd, deren Auswüchse und die der damaligen Zeit gemäßen Einstellungen und Auffassungen auf.

Von Wildmeister Dieter Bertram / Volker Seifert

Vor über 20 Jahren, 2002, verfasste Wildmeister Dieter Bertram zusammen mit Helmut Christian Adamczak (†) einen offenen Brief an die Landwirtschaftsminister der Bundesländer zur Situation des Schwarzwildes in Deutschland.

Zahlreiche Mitunterzeichner schlossen sich den kritischen Worten der Verfasser an.

Da sich über das Jagdwesen, insbesondere über die Jagdkultur und den Tierschutz ein Dammbruch ereignet hat, wird aus Besorgnis der "Brandbrief" noch einmal veröffentlicht.

 

Von Rainer Schmidt-Arkebek

„Jagd mit Todesfolge”, so der Titel des Bildes

Von einem der Jäger blieben nur ein Teil der oberen Extremitäten. Die Darstellung zeigt sowohl Jäger als auch Gejagten. Eine Kombination der steinzeitlichen Kunst und meiner Wildtier-Darstellungen, wie ich sie in allen Bildern meines „Cro Magnon” Zyklus verwandt habe.

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In diesem Teil des geschichtlichen Rückblicks auf die Entstehung und den Werdegang des St. Hubertus zeigt uns der Autor die Veränderungen der Gesellschaft zur Jagd, deren Auswüchse und die der damaligen Zeit gemäßen Einstellungen und Auffassungen auf.

Von Volker Seifert

1956 stellte der damalige Leiter der PUMA-Werke, Oswald von Frankenberg und Ludwigsdorf, die Verbindung zu der ostafrikanischen Jagdorganisation East African Professional Hunters Association (EAPHA) her. Der Produktionsleiter Hermann Heck erarbeitete mit der EAPHA die Anforderungen für ein Jagdmesser für die afrikanische Großwildjagd. Dabei entstand eine neuartige Klingenform. Zielgruppe war damals bereits der nordamerikanische Jäger, dem man ein Jagdmesser für Safaris an die Hand geben wollte. Daher auch die Namensgebung.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Von Jägern und Gejagten

J. Ortega y Gasset schreibt in seinen „Meditationen über die Jagd“

„Die Katze jagt Mäuse. Der Löwe jagt Antilopen. Der Sphex und andere Wespen jagen Raupen und Kornwürmer. Die Spinne jagt Fliegen. Der Haifisch kleinere Fische. Der Raubvogel jagt Kaninchen und Tauben. Die Jagd erstreckt sich also fast über das gesamte Tierreich. Es gibt kaum eine Klasse oder Phyle, in der nicht Gruppen von jagenden Tieren auftauchen. Es ist also nicht einmal eine Eigentümlichkeit der Säugetiere“.

FORUM

 

Resolution 01/2024

 

Das Forum Lebendige Jagdkultur

hat sich auf der Jahreshauptversammlung 2024 auch mit neuester Jagdtechnik befasst und sieht mit Sorge, dass insbesondere die, wenn auch bislang noch beschränkte, Freigabe von Nachtzieltechnik für die Jagd erhebliche jagdliche Verwerfungen verursacht:

Von Frank Zabel

Aus aktuellem Anlass haben wir uns entschieden eine Sonderausgabe von „Das Edelwild“ herauszugeben, die sich dem Thema der Lebensraumzerschneidung und einer darauf abgestimmten Petition widmet. Zunächst hatten wir vor eine deutlich abgespeckte Ausgabe zu erstellen, die ihre Botschaft durch Bilder und Karten vermittelt. Mit der großartigen Unterstützung von Herrn Prof. Reiner und dem Geschäftsführer des LJV Baden-Württemberg, Herrn Greiner, ist dann aber doch eine recht beachtliche Ausgabe daraus geworden.

Download als pdf

Von Joachim Orbach

Wenn kleinere Vereine und deren Veranstaltungen und Anliegen öffentlich wahrgenommen werden sollen stoßen diese oftmals auf Grund ihrer Vereinsgröße auf Probleme. An dieser Tatsache kann man aber etwas ändern, wenn mehrere kleine Vereine mit etwa gleichen Anliegen eine Arbeitsgemeinschaft bilden und jährlich eine gemeinsame Veranstaltung ( z.B. ein Symposium mit bekannten Referenten ) abhalten. Aber auch die Vernetzung im Internet spielt in der heutigen Zeit eine große Rolle. Hier möchte ich insbesondere auf www.jagdfibel.de hinweisen.

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In diesem Teil des geschichtlichen Rückblicks auf die Entstehung und den Werdegang des St. Hubertus zeigt uns der Autor die Veränderungen der Gesellschaft zur Jagd, deren Auswüchse und die der damaligen Zeit gemäßen Einstellungen und Auffassungen auf.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die Jagd ist dem Menschen ein vererbtes Naturbedürfnis.
Wir sind alle noch, auf die eine oder andere Weise, Jäger und Sammler.
Die Jagd sicherte das Leben und Überleben der Menschen.
Sie war die Grundlage und Voraussetzung unserer menschlichen Entwicklung bis zu dem Beginn des Ackerbaues und der Viehzucht bzw. der daraus folgenden Sesshaftigkeit.

Von Volker Seifert

Seit einigen Jahren geistern Nachtsichtoptiken durch die Köpfe der Jägerschaft – oder zumindest – einem Teil der Jägerschaft.

Und spätestens seit ihrer Legalisierung in Folge der „Bekämpfung“ der Afrikanischen Schweinepest finden sie vermehrt Einzug in die Schränke der Schützen.

Von Dr. Georg Urban

Liebe Leser Innen, ich empfehle, diese Frage nach der Motivation unseres Tuns sich selbst zu stellen und für Diskussionen in der Kantine oder am heimischen Küchentisch eine individuelle Antwort bereit zu halten. Zur Erleichterung führe ich mal mögliche Antworten an, soweit sie mir einfallen. Wir Jäger lieben es zu jagen weil wir dabei

Von Joachim Orbach

Wirtschaftsdenken und Ordnungsliebe haben in der Vergangenheit besonders den deutschen Wirtschaftswald aufgeräumt. Althölzer und Niederwald (1% in Deutschland), gerade für viele Tiere und Pflanzenarten natürlicher Lebensraum waren kaum noch zu finden. Doch wie so oft beschrieben waren / sind die Verhältnisse in vielen modernen Wirtschaftswäldern nicht so paradiesisch. Die natürliche Vielfalt musste oft genug eintönigen Forsten weichen, in denen nur eine einzige Baumart (bevorzugt die Fichte) steht bzw. stand. Hier sind alle Bäume gleich alt und sehr dicht gepflanzt.Dieser Wald hat halt eben auch keinen Platz für strauchreiches Unterholz, in dem zum Beispiel die Waldvögel ihre Näster anlegen können. So waren und sind u.a. viele der in Deutschland auf der „Roten Liste“ stehenden Vogelarten und andere Arten durch die Forstwirtschaft betroffen.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Grottes les Cambarelles, Dordogne, aus der Zeit zwischen 11.730 BP und 9.430 BP, frei nach Henri Breuil.

„Indem er (der steinzeitliche Künstler) die Wände der Höhlen mit rituell geweihten Darstellungen von Tieren bevölkert, glaubt er ihr Vorkommen in der Umgebung zu sichern.“

Und weiter:

„Aber dieser Zauber war nicht darauf gerichtet, Erfolg bei der Verwundung des Wildes zu erzielen, er war vielmehr auch ein „Fruchtbarkeitszauber“. Man vollzog den bildlichen Ritus, damit das Tier zahlreich und seine Weibchen fruchtbar seien“, schrieb J. Ortega y Gasset in seinen „Meditationen über die Jagd“

 

 

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In diesem Teil des geschichtlichen Rückblicks auf die Entstehung und den Werdegang des St. Hubertus zeigt uns der Autor die Veränderungen der Gesellschaft zur Jagd, deren Auswüchse und die der damaligen Zeit gemäßen Einstellungen und Auffassungen auf.

Nationalerbe-Baum, Teil 5

Von Volker Seifert

ca. 450 Jahre alte Stieleiche (Quercus robur), die seit 1937 als Naturdenkmal geführt wird. Sie ist im April 2023 zum Nationalerbe-Baum ausgezeichnet worden.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Der spanische Philosoph J.Ortega y Gasset schreibt in seinen „Meditationen über die Jagd“ (1944):

„Die wunderbare Darstellung der Treibjagd auf Hirsche, die in der Cueva (Grotte) de los Caballos zu sehen ist und in die Altsteinzeit gehört, unterscheidet sich in nichts Wesentlichem von der photographischen Aufnahme, die man heute von einer Jagd bei Valdelagrana oder Mexquetillas macht. Der einzige Unterschied besteht in der Waffe, die dort Bogen und Pfeile waren, während es hier Büchsen sind!"

 

Von Volker Seifert

Im zweiten Teil geht der Forstwissenschaftler und YouTuber Benjamin Tüxen auf die Reaktionen und Fragen zu seinem Beitrag "Böhmermann vs Jäger - Stimmt schon so, hilfr aber irgendwie nicht weiter" ein.

Von Volker Seifert

Gemeinsam mit Bildungseinrichtungen, Fachleuten aus dem Tourismussektor und Experten der Sozialwissenschaften hat das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BML, Wien) den "Zertifikatslehrgang Forst + Kultur" entwickelt.

Von Volker Seifert

Der Forstwissenschaftler und YouTuber Benjamin Tüxen hat in seinem YouTube-Kanal 'Ein Mann im Wald' einen satirischen Beitrag von Jan Böhmermann, der innerhalb des Formats 'ZDF Magazin Royale' unter dem Titel 'Die Jagd: Naturschutz oder Bock auf Ballern?' am 04.03.2024 ausgestrahlt wurde, zum Anlass genommen, um durch die Betrachtung von acht Fragen die Jagd vorzustellen.

Von Volker Seifert

Im Januar 2024 erschien die erste Ausgabe des von Frank Zabel herausgegebenen Onlinemagazins "Das Edelwild". Wie im Untertitel "Das Magazin von und für Edelwild-Enthusiasten" bereits zu erkennen ist, handelt es sich um eine Publikation, die sich ausschließlich mit dem Rotwild beschäftigt und sich als Brückenbauer zwischen Jagdwissenschaftlern, Wildtierbiologen und Praktikern versteht. Geplant ist das halbjährliche Erscheinen der kostenfreien Publikation.

Nationalerbe-Baum, Teil 4

Von Volker Seifert

ca. 600 Jahre alte Flatterulme (Ulmus laevis), die als Naturdenkmal geführt wird. Sie ist im August 2023 zum Nationalerbe-Baum ausgezeichnet worden.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Zwei Zeitebenen in einem Bild:

Die eine zeigt die Jagdszene auf einen großen Cerviden (Elch?) mit Hunden, frei nach der Darstellung eines steinzeitlichen Jägerkünstlers, (Cueva de la Vieja de Alpera, Spanien, datiert zwischen 6.500 bis 3.200 v. Chr.).

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In dieser neuen Serie wirft Univ.-Prof. Dr. Johannes Dieberger, BOKU Wien, einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung und den Werdegang der ältesten Jagdzeitung Österreichs - St. Hubertus.

Auf der Messe "Jagd & Hund" 2024 in Dortmund, führte das Podcaststudio Fieldsportsworld ein Interview mit Gert G. von Harling über das Thema "Technik & Ethik auf der Jagd".

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Der spanische Philosoph J. Ortega y Gasset geht in seinen „Meditationen über die Jagd“ (1944) auf die steinzeitlichen Jäger und ihre ihnen oft unerreichbaren dahin eilenden Beutetiere ein. Ein Vogel dagegen hätte die fliehenden Tiere mit leichtem Flügel erreichen können.

Wie soziale Medien den Diskurs umformen und die Deutungshoheit verändern

Gastbeitrag von Joachim Orbach

Wer sich für die Belange der Jagdkultur wie Waidgerechtigkeit einsetzt, kann oft das Gefühl haben, allein auf weiter Flur zu stehen. Es wird immer schwieriger, innerhalb der Jägerschaft Mitstreiter zu finden, die sich für den Erhalt unserer deutschen Jagdkultur (wie u.a. Waidgerechtigkeit) einsetzen. Viele Jäger, denen diese Anliegen zwar wichtig sind, ziehen sich ins stille Kämmerlein oder besser ins Revier zurück und überlassen das Handeln anderen.

Nationalerbe-Baum, Teil 3

Von Volker Seifert

Bei der Klosterlinde in Hankensbüttel-Isenhagen bei Gifhorn handelt es sich um eine 400-500 jahre alte Holländische Linde (Tilia x europaea) d.h. einem Hybrid zwischen Sommer- und Winter-Linde. Sie hat im September 2023 die Auszeichnung zum Nationalerbe-Baum erhalten.

Bildschirmfoto vom 2024 01 24 19 56 46

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In dieser neuen Serie wirft Univ.-Prof. Dr. Johannes Dieberger, BOKU Wien, einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung und den Werdegang der ältesten Jagdzeitung Österreichs - St. Hubertus.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Hirschdarstellung in der spätsteinzeitlichen Bilderhöhle Niaux, im südwestlichen Frankreich, Pyrenäen. 14.000 bis 12.000 BP (Radiokarbondatierung).

„Der Jäger ist gleichzeitig der Mensch von heute und der vor 10.000 Jahren“ So schrieb der spanische Philosoph J. Ortega y Gasset in seiner philosophischen Schrift „Meditationen über die Jagd“ (1944).

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In dieser neuen Serie wirft Univ.-Prof. Dr. Johannes Dieberger, BOKU Wien, einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung und den Werdegang der ältesten Jagdzeitung Österreichs - St. Hubertus.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Aus den Steppen und Wäldern des Ostens zieht es den Grauhund, den Wolf, zurück in die Gebiete Westeuropas. Der Weg wurde ihm durch das Fallen des Eisernen Vorhanges geöffnet, der als Grenze von Menschenhand nur selten einen Durchschlupf in vielerlei Hinsicht ermöglicht hatte.

Natinalerbe-Baum, Teil 2

Von Volker Seifert

Die Tassilolinde ist eine Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) n der Nähe der Klostermauer in Wessobrunn, Oberbayern. Sie hat im Oktober 2023 die Auszeichnung zum Nationalerbe-Baum erhalten.

Nationalerbe-Baum, Teil 1

Von Volker Seifert

Die Drillingseiche in Markendorf, einem Stadtteil von Frankfurt/Oder, ist ein ca. 600 Jahre alte Stiel-Eiche (Quercus robur). Sie befindet sich an der Friedhofsmauer des ehemaligen Friedhofes.

Von Volker Seifert

Die Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG) hat seit 2019 den Nationalerbe-Baum ins Leben gerufen, eine Ehrung, die darauf abzielt, außergewöhnliche, uralt gewachsene Bäume in Deutschland zu identifizieren und unter besonderen Schutzmaßnahmen für ihre Erhaltung zu stellen. Hierfür wurde ein Fach-Kuratorium unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Roloff, dem Initiator der Initiative etabliert, das sich um die Auswahl geeigneter Kandidaten, die Öffentlichkeitsarbeit und die kontinuierliche Entwicklung dieser Initiative kümmert. Roloff hatte bis 2022 die Professur für Forstbotanik an der TU Dresden in Tharandt inne.

Von Volker Seifert

„Symposium Wald und Wild“ lautete eine Veranstaltung des LJV Nordrhein-Westfalen und des Waldbauernverbandes NRW, die am 10.10.2023 in Werl stattgefunden hat. Jagdwissenschaftler, Wildbiologen und Waldbauern tauschten sich zu den Themen Waldumbau, Wiederbewaldung und Lebensraumgestaltung aus. In mehreren Vorträgen wurde auch auf die PEFC-Zertifizierung eingegangen.

Vom Vorstand

Beim Forumstreffen 2022 in der Schorfheide wurde unter anderem die Kompetenzgruppe „Digitalisierung“ ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Dr. Georg Urban wurde bis zum Forumstreffen 2023 auf Burg Falkenstein ein Konzept erarbeitet, um die Aktivitäten verstärkt digital zu präsentieren.