Von Rainer Schmidt-Arkebek

Von Jägern und Gejagten

J. Ortega y Gasset schreibt in seinen „Meditationen über die Jagd“

„Die Katze jagt Mäuse. Der Löwe jagt Antilopen. Der Sphex und andere Wespen jagen Raupen und Kornwürmer. Die Spinne jagt Fliegen. Der Haifisch kleinere Fische. Der Raubvogel jagt Kaninchen und Tauben. Die Jagd erstreckt sich also fast über das gesamte Tierreich. Es gibt kaum eine Klasse oder Phyle, in der nicht Gruppen von jagenden Tieren auftauchen. Es ist also nicht einmal eine Eigentümlichkeit der Säugetiere“.

FORUM

 

Resolution 01/2024

 

Das Forum Lebendige Jagdkultur

hat sich auf der Jahreshauptversammlung 2024 auch mit neuester Jagdtechnik befasst und sieht mit Sorge, dass insbesondere die, wenn auch bislang noch beschränkte, Freigabe von Nachtzieltechnik für die Jagd erhebliche jagdliche Verwerfungen verursacht:

Von Frank Zabel

Aus aktuellem Anlass haben wir uns entschieden eine Sonderausgabe von „Das Edelwild“ herauszugeben, die sich dem Thema der Lebensraumzerschneidung und einer darauf abgestimmten Petition widmet. Zunächst hatten wir vor eine deutlich abgespeckte Ausgabe zu erstellen, die ihre Botschaft durch Bilder und Karten vermittelt. Mit der großartigen Unterstützung von Herrn Prof. Reiner und dem Geschäftsführer des LJV Baden-Württemberg, Herrn Greiner, ist dann aber doch eine recht beachtliche Ausgabe daraus geworden.

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Von Joachim Orbach

Wenn kleinere Vereine und deren Veranstaltungen und Anliegen öffentlich wahrgenommen werden sollen stoßen diese oftmals auf Grund ihrer Vereinsgröße auf Probleme. An dieser Tatsache kann man aber etwas ändern, wenn mehrere kleine Vereine mit etwa gleichen Anliegen eine Arbeitsgemeinschaft bilden und jährlich eine gemeinsame Veranstaltung ( z.B. ein Symposium mit bekannten Referenten ) abhalten. Aber auch die Vernetzung im Internet spielt in der heutigen Zeit eine große Rolle. Hier möchte ich insbesondere auf www.jagdfibel.de hinweisen.

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In diesem Teil des geschichtlichen Rückblicks auf die Entstehung und den Werdegang des St. Hubertus zeigt uns der Autor die Veränderungen der Gesellschaft zur Jagd, deren Auswüchse und die der damaligen Zeit gemäßen Einstellungen und Auffassungen auf.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Die Jagd ist dem Menschen ein vererbtes Naturbedürfnis.
Wir sind alle noch, auf die eine oder andere Weise, Jäger und Sammler.
Die Jagd sicherte das Leben und Überleben der Menschen.
Sie war die Grundlage und Voraussetzung unserer menschlichen Entwicklung bis zu dem Beginn des Ackerbaues und der Viehzucht bzw. der daraus folgenden Sesshaftigkeit.

Von Volker Seifert

Seit einigen Jahren geistern Nachtsichtoptiken durch die Köpfe der Jägerschaft – oder zumindest – einem Teil der Jägerschaft.

Und spätestens seit ihrer Legalisierung in Folge der „Bekämpfung“ der Afrikanischen Schweinepest finden sie vermehrt Einzug in die Schränke der Schützen.

Von Dr. Georg Urban

Liebe Leser Innen, ich empfehle, diese Frage nach der Motivation unseres Tuns sich selbst zu stellen und für Diskussionen in der Kantine oder am heimischen Küchentisch eine individuelle Antwort bereit zu halten. Zur Erleichterung führe ich mal mögliche Antworten an, soweit sie mir einfallen. Wir Jäger lieben es zu jagen weil wir dabei

Von Joachim Orbach

Wirtschaftsdenken und Ordnungsliebe haben in der Vergangenheit besonders den deutschen Wirtschaftswald aufgeräumt. Althölzer und Niederwald (1% in Deutschland), gerade für viele Tiere und Pflanzenarten natürlicher Lebensraum waren kaum noch zu finden. Doch wie so oft beschrieben waren / sind die Verhältnisse in vielen modernen Wirtschaftswäldern nicht so paradiesisch. Die natürliche Vielfalt musste oft genug eintönigen Forsten weichen, in denen nur eine einzige Baumart (bevorzugt die Fichte) steht bzw. stand. Hier sind alle Bäume gleich alt und sehr dicht gepflanzt.Dieser Wald hat halt eben auch keinen Platz für strauchreiches Unterholz, in dem zum Beispiel die Waldvögel ihre Näster anlegen können. So waren und sind u.a. viele der in Deutschland auf der „Roten Liste“ stehenden Vogelarten und andere Arten durch die Forstwirtschaft betroffen.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Grottes les Cambarelles, Dordogne, aus der Zeit zwischen 11.730 BP und 9.430 BP, frei nach Henri Breuil.

„Indem er (der steinzeitliche Künstler) die Wände der Höhlen mit rituell geweihten Darstellungen von Tieren bevölkert, glaubt er ihr Vorkommen in der Umgebung zu sichern.“

Und weiter:

„Aber dieser Zauber war nicht darauf gerichtet, Erfolg bei der Verwundung des Wildes zu erzielen, er war vielmehr auch ein „Fruchtbarkeitszauber“. Man vollzog den bildlichen Ritus, damit das Tier zahlreich und seine Weibchen fruchtbar seien“, schrieb J. Ortega y Gasset in seinen „Meditationen über die Jagd“

 

 

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In diesem Teil des geschichtlichen Rückblicks auf die Entstehung und den Werdegang des St. Hubertus zeigt uns der Autor die Veränderungen der Gesellschaft zur Jagd, deren Auswüchse und die der damaligen Zeit gemäßen Einstellungen und Auffassungen auf.

Nationalerbe-Baum, Teil 5

Von Volker Seifert

ca. 450 Jahre alte Stieleiche (Quercus robur), die seit 1937 als Naturdenkmal geführt wird. Sie ist im April 2023 zum Nationalerbe-Baum ausgezeichnet worden.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Der spanische Philosoph J.Ortega y Gasset schreibt in seinen „Meditationen über die Jagd“ (1944):

„Die wunderbare Darstellung der Treibjagd auf Hirsche, die in der Cueva (Grotte) de los Caballos zu sehen ist und in die Altsteinzeit gehört, unterscheidet sich in nichts Wesentlichem von der photographischen Aufnahme, die man heute von einer Jagd bei Valdelagrana oder Mexquetillas macht. Der einzige Unterschied besteht in der Waffe, die dort Bogen und Pfeile waren, während es hier Büchsen sind!"

 

Von Volker Seifert

Im zweiten Teil geht der Forstwissenschaftler und YouTuber Benjamin Tüxen auf die Reaktionen und Fragen zu seinem Beitrag "Böhmermann vs Jäger - Stimmt schon so, hilfr aber irgendwie nicht weiter" ein.

Von Volker Seifert

Gemeinsam mit Bildungseinrichtungen, Fachleuten aus dem Tourismussektor und Experten der Sozialwissenschaften hat das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BML, Wien) den "Zertifikatslehrgang Forst + Kultur" entwickelt.

Von Volker Seifert

Der Forstwissenschaftler und YouTuber Benjamin Tüxen hat in seinem YouTube-Kanal 'Ein Mann im Wald' einen satirischen Beitrag von Jan Böhmermann, der innerhalb des Formats 'ZDF Magazin Royale' unter dem Titel 'Die Jagd: Naturschutz oder Bock auf Ballern?' am 04.03.2024 ausgestrahlt wurde, zum Anlass genommen, um durch die Betrachtung von acht Fragen die Jagd vorzustellen.

Von Volker Seifert

Im Januar 2024 erschien die erste Ausgabe des von Frank Zabel herausgegebenen Onlinemagazins "Das Edelwild". Wie im Untertitel "Das Magazin von und für Edelwild-Enthusiasten" bereits zu erkennen ist, handelt es sich um eine Publikation, die sich ausschließlich mit dem Rotwild beschäftigt und sich als Brückenbauer zwischen Jagdwissenschaftlern, Wildtierbiologen und Praktikern versteht. Geplant ist das halbjährliche Erscheinen der kostenfreien Publikation.

Nationalerbe-Baum, Teil 4

Von Volker Seifert

ca. 600 Jahre alte Flatterulme (Ulmus laevis), die als Naturdenkmal geführt wird. Sie ist im August 2023 zum Nationalerbe-Baum ausgezeichnet worden.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Zwei Zeitebenen in einem Bild:

Die eine zeigt die Jagdszene auf einen großen Cerviden (Elch?) mit Hunden, frei nach der Darstellung eines steinzeitlichen Jägerkünstlers, (Cueva de la Vieja de Alpera, Spanien, datiert zwischen 6.500 bis 3.200 v. Chr.).

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In dieser neuen Serie wirft Univ.-Prof. Dr. Johannes Dieberger, BOKU Wien, einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung und den Werdegang der ältesten Jagdzeitung Österreichs - St. Hubertus.

Auf der Messe "Jagd & Hund" 2024 in Dortmund, führte das Podcaststudio Fieldsportsworld ein Interview mit Gert G. von Harling über das Thema "Technik & Ethik auf der Jagd".

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Der spanische Philosoph J. Ortega y Gasset geht in seinen „Meditationen über die Jagd“ (1944) auf die steinzeitlichen Jäger und ihre ihnen oft unerreichbaren dahin eilenden Beutetiere ein. Ein Vogel dagegen hätte die fliehenden Tiere mit leichtem Flügel erreichen können.

Wie soziale Medien den Diskurs umformen und die Deutungshoheit verändern

Gastbeitrag von Joachim Orbach

Wer sich für die Belange der Jagdkultur wie Waidgerechtigkeit einsetzt, kann oft das Gefühl haben, allein auf weiter Flur zu stehen. Es wird immer schwieriger, innerhalb der Jägerschaft Mitstreiter zu finden, die sich für den Erhalt unserer deutschen Jagdkultur (wie u.a. Waidgerechtigkeit) einsetzen. Viele Jäger, denen diese Anliegen zwar wichtig sind, ziehen sich ins stille Kämmerlein oder besser ins Revier zurück und überlassen das Handeln anderen.

Nationalerbe-Baum, Teil 3

Von Volker Seifert

Bei der Klosterlinde in Hankensbüttel-Isenhagen bei Gifhorn handelt es sich um eine 400-500 jahre alte Holländische Linde (Tilia x europaea) d.h. einem Hybrid zwischen Sommer- und Winter-Linde. Sie hat im September 2023 die Auszeichnung zum Nationalerbe-Baum erhalten.

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Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In dieser neuen Serie wirft Univ.-Prof. Dr. Johannes Dieberger, BOKU Wien, einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung und den Werdegang der ältesten Jagdzeitung Österreichs - St. Hubertus.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Hirschdarstellung in der spätsteinzeitlichen Bilderhöhle Niaux, im südwestlichen Frankreich, Pyrenäen. 14.000 bis 12.000 BP (Radiokarbondatierung).

„Der Jäger ist gleichzeitig der Mensch von heute und der vor 10.000 Jahren“ So schrieb der spanische Philosoph J. Ortega y Gasset in seiner philosophischen Schrift „Meditationen über die Jagd“ (1944).

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

In dieser neuen Serie wirft Univ.-Prof. Dr. Johannes Dieberger, BOKU Wien, einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung und den Werdegang der ältesten Jagdzeitung Österreichs - St. Hubertus.

Von Rainer Schmidt-Arkebek

Aus den Steppen und Wäldern des Ostens zieht es den Grauhund, den Wolf, zurück in die Gebiete Westeuropas. Der Weg wurde ihm durch das Fallen des Eisernen Vorhanges geöffnet, der als Grenze von Menschenhand nur selten einen Durchschlupf in vielerlei Hinsicht ermöglicht hatte.

Natinalerbe-Baum, Teil 2

Von Volker Seifert

Die Tassilolinde ist eine Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) n der Nähe der Klostermauer in Wessobrunn, Oberbayern. Sie hat im Oktober 2023 die Auszeichnung zum Nationalerbe-Baum erhalten.

Nationalerbe-Baum, Teil 1

Von Volker Seifert

Die Drillingseiche in Markendorf, einem Stadtteil von Frankfurt/Oder, ist ein ca. 600 Jahre alte Stiel-Eiche (Quercus robur). Sie befindet sich an der Friedhofsmauer des ehemaligen Friedhofes.

Von Volker Seifert

Die Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG) hat seit 2019 den Nationalerbe-Baum ins Leben gerufen, eine Ehrung, die darauf abzielt, außergewöhnliche, uralt gewachsene Bäume in Deutschland zu identifizieren und unter besonderen Schutzmaßnahmen für ihre Erhaltung zu stellen. Hierfür wurde ein Fach-Kuratorium unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Roloff, dem Initiator der Initiative etabliert, das sich um die Auswahl geeigneter Kandidaten, die Öffentlichkeitsarbeit und die kontinuierliche Entwicklung dieser Initiative kümmert. Roloff hatte bis 2022 die Professur für Forstbotanik an der TU Dresden in Tharandt inne.

Von Volker Seifert

„Symposium Wald und Wild“ lautete eine Veranstaltung des LJV Nordrhein-Westfalen und des Waldbauernverbandes NRW, die am 10.10.2023 in Werl stattgefunden hat. Jagdwissenschaftler, Wildbiologen und Waldbauern tauschten sich zu den Themen Waldumbau, Wiederbewaldung und Lebensraumgestaltung aus. In mehreren Vorträgen wurde auch auf die PEFC-Zertifizierung eingegangen.

Vom Vorstand

Beim Forumstreffen 2022 in der Schorfheide wurde unter anderem die Kompetenzgruppe „Digitalisierung“ ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Dr. Georg Urban wurde bis zum Forumstreffen 2023 auf Burg Falkenstein ein Konzept erarbeitet, um die Aktivitäten verstärkt digital zu präsentieren.

Von Wildmeister Dieter Bertram

Den ersten Wintereinbruch hatten wir bereits im November mit 30 cm Neuschnee. Ein warmer Südwind ließ die Pracht wieder schmelzen, doch nun ist es frostig geworden, selbst die Bäche sind gefroren. Am 3 Advent geht bei den Kindern gleichermaßen wie bei Erwachsenen die Frage um, gibt es wohl eine weiße Weihnacht? Neben diesen „Weltproblemen“ ergibt sich für mich die Frage, haben wir an den Festtagen Rehrücken oder etwa Gekauftes?

Von Volker Seifert

Der ZDF-Bericht „Auf der Jagd nach Likes und Klicks“ über die Jagd-Influenzerin Deutschland und das darin gezeigte oberflächliche Verhältnis der Akteure, hat erschreckend die Ergebnisse der „Beutelmeyer-Studie“ von 2011 bestätigt.

Von Volker Seifert

Auf „Planet e“, der Umwelt-Dokumentationsreihe des Zweiten Deutschen Fernsehens, erschien die Folge „Auf der Jagd nach Likes und Klicks“. Darin wurde über die moderne Darstellung der Jagd mittels Influencern berichtet.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Sebastian Rappold. Ich bin an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg (HFR) als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Ich möchte Sie um Ihre Unterstützung bitten. Vorab will ich aber in ein paar Sätzen mein Anliegen erläutern.

Von Dr. Thomas Gehle, Jagdwissenschaftler

Zeitgemäße Jagdethik:

Herbstzeit ist Jagdzeit. Gehen wir mit dem Wild richtig um? Dr. Thomas Gehle stellt eine jagdkundliche Analyse zur Mensch-Tier-Beziehung vor.

„Dies ist des Jägers Ehrenschild, daß er beschützt und hegt sein Wild. Waidmännisch jagd, wie’s sich gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.“ Wer kennt nicht die erste Strophe der Jägerlyrik von Oskar von Riesenthal aus dem Jahr 1880. Waidmännisch Jagen heißt, sein Handwerk zu beherrschen. Aber wie sieht das aus? Im Zentrum der Waidgerechtigkeit steht eine unbestimmte, ethische Einstellung des Jägers zu seinen Mitmenschen und zum Tier. Der waidgerechte Jäger weiß, was er zu tun oder zu lassen hat. Aber welche ethische Einstellung, welche Beziehung haben wir Jäger denn zum Wild? Gibt es überhaupt eine typische Einstellung dazu?

Von Volker Seifert

Die Panoramatapete "La Chasses de Compiègne" nach Entwürfen von Antoine Charles Horace Vernet zeigt in vier Episoden die Jagd einer adeligen Gesellschaft in den Wäldern von Compiègne. Sie stammt aus dem Jahr 1812 und gilt als erste Panoramatapete der Manufaktur "Jacquemart & Bénard" und früheste aller Jagdtapeten. Einzelne Papierbögen wurden dafür zu insgesamt 25 Bahnen von jeweils 55 Zentimeter Breite und etwa 250 Zentimeter Länge zusammengefügt und mit Holzmodeln bedruckt, mit jeweils einem Model für jede Druckfarbe. Von der Panoramatapete sind vier erhalten.

Von Gert G. von Harling

Neozoen sind Tiere, die durch direkte oder indirekte Einwirkungen des Menschen in neue Territorien eingeschleppt wurden und dort überlebt haben. Wir unterscheiden sie in etablierte und nicht etablierte Neozoen, wobei die etablierten seit einem Zeitraum von über 25 Jahren und seit mindestens drei Generationen selbstständig, d.h. ohne Hilfe des Menschen, in der neuen Umgebung leben.

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

Wir Menschen haben ein ambivalentes Verhältnis zur Natur: Auf der einen Seite betonen wir, dass wir ein Teil von ihr sind, wir bemühen uns, sie zu erhalten, zu schützen oder auch wiederherzustellen, soweit wir dies vermögen. Auf der anderen Seite überlasten und zerstören wir unsere Umwelt und gehen auch mit Tier- und Pflanzenarten, die mit uns den Lebensraum teilen, sehr sorglos um.

Von Wendelin Priller

Das Mitglied unseres Forums Herr Josef Hiebeler hatte mit seiner Ehefrau Monika, zwei wunderbare Jagdtage im Revier des Grafen Markus zu Königsegg-Aulendorf organisiert.

Von Dr. Wolfgang Lipps

Wenn wir Jäger auch in diesem schweren Jahr 2023 vielerorts wieder am 3. November den heiligen Hubertus als unseren Schutzpatron feiern, dann müssen wir uns mehr noch als bisher fragen lassen, was die Hubertuslegende heute für uns Jäger noch bedeutet.

Von Prof. Dr. Georg Urban

„Jäger sind Mörder!“ lautete ein Plakat bei den Demonstrationen zur Jagdgesetznovellierung auf dem Stuttgarter Schlossplatz im Jahr 2015. Noch im Februar 2021 denke ich darüber nach. Ich stapfe Corona-einsam durch den tiefen Schnee in meinem Jagdrevier. Da beobachte ich einen Sprung Rehe, der nicht flüchtig abspringen kann – trotz seiner besseren Ausstattung mit Sinnesorganen und Instinkten ist er gefangen im Tiefschnee. Und mein Hund kommt auch nicht voran.

Gastbeitrag von Dr. Gerd Kalkbrenner

"Letztes Jahr hatte ich nur vier Fehltage im Revier", war letzthin in einer Schwarzwälder Jägerrunde zu hören. Nicht von einem Berufsjäger wohlgemerkt, sondern vom Begehungsscheininhaber eines überschaubaren Jagdbogens. Anerkennendes Kopfnicken überall. Zuverlässiges Erscheinen und wenig Krankschreibungen sind schließlich in der Arbeitswelt hohe Werte. Ebenso wie Wettbewerb. Deshalb wurde ja früher auf Niederwildjagden der Jagdkönig mit einer Medaille geehrt. Aber ist denn industrieller Arbeitsethos überhaupt auf die Jagd übertragbar?

Von Prof. Dr. Johannes Dieberger

Die Griechen verstanden in der Antike unter "tropaion" ein Siegeszeichen, das aus Schiffsteilen und Waffen, der besiegten Feinde errichtet wurde. Mitunter waren es auch erlesene Beutestücke, die man den Göttern opferte.

Das Wort Trophäe im Zusammenhang mit dem Waidwerk ist erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. In der Jagdliteratur fand ich diesen Begriff erstmals 1878 in der Monographie "Edelwild". Dombrowski meinte, dass der Edelhirsch schon in der Werken der Klassiker "die edelste Trophäe des Waidwerks bildete": Das Siegeszeichen war hier der ganze Hirsch, nicht nur das Geweih! Und in seinem umfangreichen Tagebuch bezeichnet Thronfolger Franz Ferdinand einen Tiger, den er 1893 in Indien erlegte, als Trophäe.

Von Gert G. v. Harling

„Wir haben eine neue Kanzel gebaut. Du musst sie unbedingt ausprobieren. Alle sind ganz begeistert!“ Behutsam versuche ich, den Jagdherrn umzustimmen. Bei herrlichem Sommerwetter durch die schmalen Schießscharten einer modernen „Ansitzeinrichtung“ zu starren, passiv auf den bestätigten Bock zu warten und bei Erscheinen zu erschießen, ist wirklich nicht nach meinem Geschmack. Wer Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen verlernt hat, mag geschlossene Kanzeln, womöglich mit verschließbaren Glasfenstern und Teppichboden isoliert, schätzen, ich sitze lieber in Augenhöhe mit dem Wild auf der Erde oder dem Jagdstock, wo ich der Natur näher bin als in einem dämmerigen Kasten drei oder gar fünf Meter über dem Waldboden, wo ich die Haselmaus im trockenen Laub rascheln höre, den kleinen Zaunkönig nahe dem Erdboden im Gestrüpp beobachten kann oder Meister Reineke rieche, wenn er heimlich vorüberschnürte.

Vom Vorstand

Bei der 3. Europameisterschaft der Jagdhornbläser, die vom 6. Oktober bis zum 8. Oktober 2023 im thüringischen Suhl stattfand, konnten die Oberpfälzer Parforcehornbläser unter Leitung von Hubert Bäuml einen bedeutenden Erfolg verzeichnen, indem sie den Titel des Vize-Europameisters in der Klasse Es-Horn errangen. Ein bemerkenswertes Detail ist, dass unser Mitglied Reinhard Proske, der bereits bei der Hubertusmesse anlässlich unseres Forumstreffens auf Burg Falkenstein sein beeindruckendes Können gezeigt hat, gemeinsam mit den Oberpfälzern bei diesem Wettbewerb mitgewirkt hat.

Fundstück von Volker Seifert

In einer Ausgabe der Zeitschrift "Bibliothek für alle" aus dem Jahr 1912 ist nachfolgender Hinweis auf jagdliche Mißstände zu finden:

Von Gert G. v. Harling

In seinem Buch „Kraut und Lot“ schrieb Hermann Löns bereits 1922 über die Bockjagd: „Na, und wenn einer auch noch so grau war wie ein Milchwagenesel, schad‘t nichts, ist alles einerlei, man jug ja um die Decke nicht, man jug ja um das Geweih! Denn man war kein Fleischmacher, kein Wildbretschütz, man war Waidmann, gerechter Waidmann, sah verächtlich auf den Bratenjäger und kam sich als Wunder wie weiß was vor, trug man im Rucksack ein braves Gehörn heim, an dem so nebenbei 20 oder 24 Pfund Wildbret herumbaumelten.“

Hans-Henning Eisermann

Von Dr. Wolfgang Lipps

Was ist Recht?

Als „Recht“ bezeichnen wir die Gesamtheit der Verhaltensregeln, die von der Gemeinschaft gewährleistet sind – sie bilden die Rechtsordnung. Sie entstehen entweder als Gewohnheitsrecht durch fortdauerndes Befolgen von Regeln, die von der Gemeinschaft als verbindlich akzeptiert werden, oder als gesetztes („positives“) Recht, das von staatlichen oder überstaatlichen Gesetzgebungsorganen oder von satzungsgebenden

Gastbeitrag von Joachim Orbach

Der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) mit seinen über 320 Mitgliedsvereinen und -verbänden hat über 180 000 Mitglieder und ist die Dachorganisation der Jagdgebrauchshunde-, Prüfungs- und Zuchtvereine sowie der Landesjagdverbände und ihrer Gliederung in Deutschland. Damit ist der JGHV eine weltweit nahezu einmalige und vorbildliche Institution.

Von Dr. Georg Urban

Der Herbst bildet den Höhepunkt unserer jagdlichen Aktivitäten. Fast alles Wild ist "schonzeitfrei", fast alle Jäger nehmen sich "arbeitsfrei". Symbolisch dafür steht das schöne Jägerlied von Hermann Löns "Ich bin ein freier "Wildbretschütz"

Die Journalistin Laura Raim befragt den Soziologen Charles Stépanoff zu seinem 2021 erschienen Buch "L'animal et la mort. Chasse, modernite et crise du sauvage." (dt. "Das Tier und der Tod. Jagd, Moderne und Krise des Wilden.").

Von: Volker Seifert

Naturreligiösität

Hier sei der Verweis auf einen Sonderweg gestattet. Und Sonderweg soll hier nicht verstanden werden als Form einer eleganten Lösung, son-
dern als Position innerhalb der Naturschutzbewegung, die sich der rationalen Argumentation verschließt, jedoch gerade bei den Anhängern
eines radikalen Naturschutzes einige Sympathisanten findet.

Von Volker Seifert

Rückschlag für das Tierwohl: Das "Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung" unter Vorsitz des früheren Agrarministers und DJV-Präsidenten Jochen Borchert hat beschlossen, seine Arbeit zu beenden. Der Entscheidung des Gremiums ging ein langer Streit um fehlende Finanzmittel voraus, um die Schritte hin zu einer besseren Tierhaltung in der Landwirtschaft zu ermöglichen.

Text Joachim Orbach

Bilder Sonja Thelen

Am 26. Aug. 2023 wurde die 42. VSwP “Bergisches Land” von der Jagdgebrauchshundegruppe der KJS des Rheinisch – Bergischen Kreises im LJV NRW e.V. im Auftrag der “Bergischen Arbeitsgemeinschaft Schweiß” mit 9 gemeldeten Hunden ( 1 x 40-Stunden-Fährte u. 8 x 20-Stunden-Fährte, geprüft 7 Hunde ) ausgerichtet.

Von Robert Spaemann (1927-2018)

Aus einer Promotionsfeier

Gebildete Menschen sind nicht nützlicher als ungebildete und ihre Karrierechancen sind nicht besser. Die öffentlichen Schulen sind nicht daran interessiert, gebildete Menschen hervorzubringen. Für gebildete Menschen ist das kein Einwand. Warum nicht? Was ist ein gebildeter Mensch?

Auf der Sonderdelegiertentagung in Neuwied am 18. August haben die Delegierten des LJV Rheinland-Pfalz ihre Resolution zum Entwurf eines neuen Landesjagdgesetzes verabschiedet. Damit fordern sie die Landesregierung in Mainz auf, den vorliegenden Regierungsentwurf vollständig

Von: Volker Seifert

Mensch ./. Natur
Wie oben bereits angesprochen widerstreiten sich nun zwei Positionen im Umgang mit der Natur. Dabei lasse ich theologische Motive unbeachtet, da diese mit metaphysischen Vorgaben versehen sind, die sich in einer säkularen Gesellschaft nicht mehr als konsensfähig erweisen. Es bleibt jedoch jedem unbenommen seine eigene Position auf theologische Motive (Schöpfung) zurückzuführen, nur ist damit der argumentative Weg durch
den vorgegebenen metaphysischen Bezugsrahmen verkürzt. Im Folgenden werde ich die bisher in der Diskussion angeführten Argumente kurz skizzieren.

Der Landesverband der Berufsjäger Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. spricht sich in einem offenen Brief an die Staatsministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Katrin Eder entschieden gegen den vorliegenden Regierungsentwurf zur Novellierung des Landesjagdgesetzes von RheinlandPfalz aus.

Von Prof. Dr. Georg Urban

Liebe Leser und Leserinnen,

die Landesjagdgesetze werden immer wieder novelliert, in Baden-Württemberg hat man seit 2015 ein "JWMG" (Jagd- und Wildtier-Management-Gesetz). Es reguliert Zulassung, Aufgaben und Verhalten eines Jägers. Dies ist - aus unserer Sicht zurecht - sehr eng gefasst, denn "Jagen ist nicht

Gastbeitrag von Wildmeister Dieter Bertram

Die erste Jagdzeitung mit dem Titelbild eines Cocker-Spaniels kaufte ich als Jugendlicher für 80 Pfennige. Es war die "Deutscher Jägerzeitung - Das Waidwerk" aus Melsungen vom 01. September 1951. Sie hat immer noch einen besonderen Platz in meinem Archiv, zum Teil hundert Jahre alter Jagdzeitungen.

Von: Volker Seifert

Naturschutz ist für den Jäger ein Thema. Und das nicht nur, weil der Jäger sich in und mit der Natur beschäftigt. Naturschutz,als unterstellt eigenständiger Wert, ist eine moderne Erfindung. Erst mit dem Auftreten und der Wahrnehmung der ökologischen Krise, Ende der 60er Jahre,

Von Nils Roggentin

Wir bedauern, dass sich die Sichtweise auf die Jagd zunehmend negativ verändert und die Jagd in Verruf gerät. Wir starten eine Gegenoffensive in den Medien, um die breite Gesellschaft zu erreichen. Diese ist in einer Demokratie für das Fortbestehen einer gesetzlich geschützten Jagd zuständig.