Einleitungstext

Die Jagd steht in der Öffentlichkeit oft im Fokus und wird kritisch hinterfragt. Ob im Gespräch mit Freunden, am Stammtisch, bei Begegnungen im Revier oder in Diskussionen mit Menschen, die der Jagd skeptisch gegenüberstehen – Jäger geraten immer wieder in Situationen, in denen sie ihr Handeln erklären und rechtfertigen müssen.

Diese Sammlung von Argumentationshilfen soll Jägerinnen und Jäger dabei unterstützen, fundiert, sachlich und verständlich zu argumentieren. Sie bietet kurze und prägnante Kernpunkte zu zentralen Themen wie Tierschutz, Wildhege, Zusammenarbeit mit Landwirten, Naturschutz und gesellschaftliche Verantwortung.

Ziel ist es, ein positives und realistisches Bild der Jagd zu vermitteln: Jagd ist mehr als der Abschuss von Wild, sie bedeutet Verantwortung, nachhaltiges Handeln und aktiven Naturschutz. Mit den folgenden Argumentationshilfen können Jäger sicher und überzeugend in Gesprächen auftreten und Missverständnisse ausräumen.

Einleitung

Seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland vor rund zwei Jahrzehnten wächst seine Population kontinuierlich – begleitet von intensiven Diskussionen über seine Rolle im Ökosystem und seinen Einfluss auf Wildbestände. Der folgende Beitrag beleuchtet den aktuellen Wolfsbestand, die Entwicklung seiner Zahl sowie den geschätzten Fleischbedarf der Tiere. Anhand wissenschaftlicher Daten wird aufgezeigt, wie viele Wildtiere der Wolf jährlich erbeutet und wie dies im Verhältnis zur Jagdstrecke von Reh-, Schwarz- und Rotwild steht. Dabei wird auch berücksichtigt, dass die Wolfsdichte regional stark schwankt und damit auch die ökologischen Auswirkungen lokal sehr unterschiedlich ausfallen können.

Position: Die Kitzrettung vor der Mahd ist notwendig und sinnvoll.

1. Verantwortung für Wildtiere

  • Jäger haben nach dem Bundesjagdgesetz die Pflicht, das Wild zu hegen und unnötiges Leiden zu vermeiden.
  • Kitzrettung ist gelebter Tierschutz: Rehkitze sind in den ersten Lebenswochen nicht fluchtfähig und können sich nicht selbst retten.